Wespen und Hummeln: Königinnen gehen jetzt auf Nestsuche

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen kommen die jungen Königinnen von Hummel- und Wespenarten aus der Winterruhe und gehen auf die Suche nach geeigneten Plätzen, um ihr Nest zu begründen. Dabei sind die unterschiedlichen Arten aber auch zu unterschiedlichen Zeiten aktiv: Zuerst sind Hummelköniginnen zu sehen. Jetzt um diese Zeit im April kommen die verschiedenen Wespenarten zum Vorschein. Hier waren beispielsweise Königinnen von Feldwespe und Deutscher Wespe bisher zu beobachten. Die größten, die Hornissen, kommen im Mai zum Vorschein.

Wespenköniginnen in einem Speicher

Vor diesen Tieren, die jetzt aktiv sind, braucht man keine Angst zu haben. Auch Panik ist völlig unaangebracht. Diese Tiere haben ganz andere Sorgen, als sich mit Ihnen anzulegen: Sie suchen ein passende Plätzchen für ihr Volk. Ist dieser Ort gefunden, baut die junge Königin an einem Stiftchen hängend unter einem Schirmchen die ersten Zellen und legt dort Eier ab. Diese Eier wärmt und füttert sie, bis Larven daraus entstehen, die die Königin weiter alleine füttert und wärmt. Alles hängt von ihr ab. Alle Arbeiten erledigt sie allein. Kommt sie um, weil ein Vogel sie frißt, war´s das dann mit diesem Volk. Viele dieser begonnenen Nester sind in den Dachstühlen zu finden. Erst wenn diese äußerst kritische Phase überstanden ist, die ersten Arbeiterinnengenerationen geschlüpft sind und die Königin sich nur noch aufs Eierlegen verlegt, entwickelt sich allmählich das junge Volk. Mit anderen Worten: Von etwa April bis Juni-Juli bemerken Sie kaum etwas von diesem sich entwickelnden Insektenvolk.

Es ist schon ein Wunder, wie aus einer einzigen Wespe im Laufe des Sommers ein ganzes Volk entsteht. Darin liegt die besondere Faszination sozialer, staatenbildender Insekten!

Also keine Bange, wenn Sie jetzt einer Wespe oder Hummel begegnen! Im zeitigen Frühjahr sind es immer nur die Königinnen. Nur der Vollständigkeit halber: Alle wildlebenden Tier- und Pflanzenarten stehen grundsätzlich unter dem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes. Und das ist auch gut so.

 

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