Fair zu Wespen: Umsiedeln kann auch eine Möglichkeit sein!

Immer wieder werden wir gefragt: Siedeln Sie auch um? Ja, das tun wir. Aber es ist heikel. Fraglich ist nämlich, ob wir Menschen neben Ausrüstung, geeignetem Vorgehen und Erfahrung in der Lage sind, nach Wespengesichtspunkten einen passenden Standort auszuwählen. Und: Die Summe der ökologisch einflußnehmenden Faktoren geht gegen unendlich.

In allererster Linie kommt es auf die Wespenart an, denn davon hängt ab, wann und wie lange diese Tiere aktiv sind, bevor ihre Völker sich im Verlauf des Sommers zum Herbst hin auflösen. Ist es überhaupt eine Art, die aufdringlich wird? Nicht jeder in Schwarz-Gelb ist gleich ein Rabauke! Und dann die Frage: Wohin soll das Volk umgesiedelt werden?

Wenn möglich, sollte das Volk in der Nähe bleiben, denn dann besteht die höchste Wahrscheinlichkeit, dass an diesem Ort bis zum Ende des Wespenjahres das eigentliche Ziel erreicht werden kann, befruchtete Geschlechtstiere als zukünftige Königinnen zum Begründen der Völker im nächsten Jahr heranzubilden.

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Dieses Völkchen Sächsischer Wespen saß im Kletterturm der Kinder. Kein guter Ort, um ohne Konflikte zu leben!

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Wir konnten es an das nahegelegene Gartengerätehäuschen umsiedeln, Luftlinie keine 10 Meter entfernt.

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Die freifliegenden Wespen wurden gekeschert und an den neuen Platz gebracht. Der Kescher blieb so lange über dem Volk bis die Tiere ins Nest eingelaufen waren.

Bei diesem Volk, ebenfalls Sächsische Wespe, mussten wir vom Vereinshaus über den Tennisplatz unter das Dach des Gerätehauses
umziehen.

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Gerade in Zeiten, in denen Insekten wie auch unsere Wespen leiden, muss man nicht jeden umbringen, nur weil man Angst vor ihm hat und weil man ihn nicht kennt.

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