Speicherpolka

Seit einigen Tagen beklagten sich die Kinder, sie könnten nicht mehr schlafen. Über ihren Köpfen liefen Tiere und das wäre sooo laut: Das müsste bestimmt etwas Größeres sein.

Das Haus ist ein 30 Jahre alter Massivbau mit Klinkerfassade, in der zur Hinterlüftung im Sockelbereich Lüftungsfugen frei blieben. Der Hohlraum zwischen Mauerwerk und Klinkerfassade wurde mit Dämmmaterial ausgekleidet.

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Für Mäuse und anderes Getier sind diese Lüftungsfugen willkommene Portale. Mit der Aufforderung "Immer herein" spazieren sie hinein und nutzen den kältegeschützten Raum und machen sich breit. Auf ihrem Weg durch die Fassade kommen sie auch auf dem Dachboden an:

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Der Verdacht bestätigt sich, wer für die nächtliche Ruhestörung verantwortlich ist: Mäuse.

Der Rest ist schnell erklärt: Hier zeigt sich der Ansatz der ökologischen Schädlingsbekämpfung: Problem verstehen und untersuchen, Ursachen ausschalten und: Die Kinder können wieder ruhig schlafen. Wenn man die Zusammenhänge zwischen der Lebensweise von uns Menschen und den Lebensraumansprüchen der Tiere kennt, lässt sich wirkungsvoll, nachhaltig und mit einem gezielten, notwendigen und dann auch oft nicht vermeidbaren Einsatz von Gift, hier Rodentiziden, arbeiten. Der Hauptteil der Arbeit wird aber durch das Begreifen und das mechanische Eingreifen, das Abstellenn der Ursachen, geleistet.

Fälle wie diese sind immer wieder spannend, denn wir bewegen uns mit den Tieren auf Augenhöhe und begreifen Mensch und Tier auf der biologischen und ökologischen Ebene.

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