Hilfe - wir haben Erdwespen!

Zuallererst: "Erdwespen" sagt nur etwas über den Nistplatz der Tiere, nichts über ihre biologische Art. In der Regel bauen in der Erde Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und Deutsche Wespe (Vespula germanica). Da beide Arten zu den sogenannten Dunkelbrütern zählen, nutzen sie gerne auch dunkle Plätze wie verlassene Mauselöcher. Im Zweitbezug, sozusagen: Erbauer Maus, Nachnutzer Wespe. Ab dem Einzug wird aufwändig um- und ausgebaut...

Da es beliebt ist, Erdnester in Gärten oder Balkonkästen anzulegen, können Erschütterungen vorbeigehender Erwachsener oder spielender Kinder Attacken auslösen. Schmerzhaft!

Erdnester zu entfernen ist ein unangenehme Aufgabe. Die Verteidungsbereitschaft der Tiere ist beträchtlich. Wir versetzen die Tiere deshalb erst in Tiefschlaf und graben sie dann aus - gehen also auch hier ökologisch vor.

Vollschutz ist Muß, will man nicht "verhauen" werden.

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Jetzt kommt das "Schlafenlegen".

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Nach wenigen Minuten fangen wir an zu graben und stoßen meist schon bald auf die Hülle des Wespennestes. Es ist übrigens genauso kunstvoll gebaut, wie das im Rollladenkasten oder im Dach.

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Besonders das Wabenwerk mit der Königin wird sorgfältig entfernt und das Erdloch wieder verfüllt. Der Flugbetrieb der Sammlerinnen verliert sich nach ein paar Tagen.

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